Kanoniere / Marketenderinnen – 33 Jahre Kanoniere der NZU

 

1982 wurden die Gruppe „Kanoniere“ gegründet.
Die Kanone war bereits vorhanden und die Uniformen wurden vom Schneider Mayer aus Aufhausen für sehr viel Geld angefertigt.
Zur Uniform gehörte:
Die Jacke/Mantel die heute noch im Einsatz ist, eine weiße Hose,
einen Jako und außerdem hatte jeder Kanonier ein „Gewehr bei Fuß“.
Zu Beginn waren es 6 Kanoniere die die Straßen unsicher machten.
1987 waren sie sogar als Fernsehstars in voller Aktion beim Umzug in Stuttgart vertreten. Schon damals reisten die Kanoniere unter viel Aufwand von Umzug zu Umzug. Doch leider durften sie dort nicht schießen.
Daher wurden sie auch die eisernen Kanoniere genannt.

Dazu ein kleiner Spruch der in einem Narrenheft zu lesen war.

Die Kanoniere, schön gekleidet
sind auf alles vorbereitet.
Sie schießen scharf mit der Kanone
am Adler Eck und an der Krone.
Und wenn d´Kano dann ist zu schwer,
no schießet´s halt mit ihrem Gewehr.
Sie stürmet an´s Rathaus, wie könnt´s anders sein
und steiget beim OB zum Fenster hinein.
An jedem Umzug sind´s dabei
So ist´s gut und so soll´s au sei.
 

Der harte Teil unternahm auch unterm Jahr verschiedenes, wie z.B. Grillen, gemeinsame Urlaubsreisen und besuchen von Sport und Musikveranstaltungen.
Aus privaten und beruflichen Gründen oder auch altersbedingt
reduzierte sich die Zahl der Kanoniere.
So waren es 2002 nur noch 2 Kanoniere und für die war es zu schwer
den Rathaussturm alleine zu bewältigen.

Was soll´s dann springt halt mal einer in die Uniform und wer war das?
Natürlich Bernd und Klaus.
Ein Jahr später kam Manfred und im darauffolgenden Jahr Matthias dazu. In dieser Besetzung wurde der Rathaussturm einige Jahre bewältigt.
Dann beschlossen sie, Nägel mit Köpfen zu machen und erweitern die Gruppe mit Rudi, Paul, Jürgen und Ingo, die heute noch zum Stamm der Kanoniere gehören. Der derzeitige Altersdurchschnitt beträgt 56 Jahre.
Die Uniformen die noch aus der Gründerzeit stammen (Jacke/Mantel) wurden gereinigt und ausgebessert – schwarze Hosen mit rotem Streifen (auch Feuerwehrhosen genannt) wurden dazu gekauft.
Nachdem Manne sich einen roten “Spencer” anfertigen lies musste dazu
eine weiße Hose her. Davon waren die Frauen überhaupt nicht begeistert, doch der Wille der Herren wurde durchgesetzt.
Schnell einigte man sich darauf, dass man noch Gamaschen benötigte die optimal zur weißen Hose passen. Nur das Anziehen der Gamaschen bereitet dem einen oder anderen immer noch Probleme.
Ihr Erscheinungsbild gleicht dem einer Bürgerwache aus dem 18. Jahrhundert.
Die gesamten Neuanschaffungen wurden von den Frauen der Kanoniere, die man auch als Marketenderinnen auf der Straße sieht, in Eigenregie angefertigt. Die Marketenderinnen bilden einen Teil der Gruppe, aber das Sagen haben die Kanoniere.
Seit 2007 ist diese Gruppe bei fast allen Umzügen und Veranstaltungen dabei.
Die Kanoniere und Marketenderinnen sind immer an der Spitze des Vereins zu sehen, sind bestens bewaffnet und heizen auch immer gut ein.
Ihr Motto: „Wo wir sind ist vorne.“
Das konnte man in dieser Saison sehr oft sehen wenn man die Zeitung aufgeschlagen hat. Die Kanoniere der NZU waren sehr oft auf der Titelseite zu sehen. 
 
Treffen finden regelmäßig am 1. Freitag im Monat statt um sich über wichtige Dinge zu beraten und ihren Obolus für ihren Ausflug zu bezahlen.
In den letzten Jahren wurde im Sommer immer ein Grillfest am Sonnenbach bei Manfred und Rose mit Übernachtung und mit Partner durchgeführt.
Oberste Priorität hat das 3-tägige Auslandsmanöver in Mellau. Hier dürfen keine Frauen mit, nach Ansicht der Kanoniere soll es ja „schön“ werden.
Ab und zu trifft man sie sich im Hauptquartier ist aber auch bei anderen Veranstaltungen immer zu sehen.
Arbeitsdienste sind kein Problem für sie, der Auf- und Abbau der Hütte gehört zur Pflicht der Kanoniere.
Sie sind selbstständig und bei sämtlichen Aktionen dabei. Sie unterstützen die Showtanzgruppe bei den Kulissen und sind auch aktiv dabei. Sie sind nicht mehr aus dem Verein wegzudenken.
 
Eine weitere wichtige Aktion, ist das LWK (Landesnarrentreffen). Die private Anreise am Samstag mit Übernachtung ist Pflicht und die Abreise erfolgt am Sonntag mit dem Vereinsbus.
Und in diesem Jahr haben diese 7 Männer bezüglich des LWKs den Vogel abgeschossen.
Da der LWK in Aalen war, direkt vor der Haustür, sind sie, wie es Tradition ist,  mit dem Zug nach Nördlingen gefahren, haben dort zu Mittag gegessen und sind wieder zurück gefahren. Übernachtet haben sie dann im Hotel „Rad am Galgenberg“ bei Hansi.
 Am Sonntag ging es wie gewohnt wieder nach Hause.
Seit diesem Jahr besitzen sie eine eigene Standarte, die selbst angefertigt wurde.
Vielen Dank für die viele Arbeit die dafür aufgebracht werden musste.

Zusätzlich wurde ein Wimpel angefertigt mit sämtlichen Namen aller Kanoniere die bereits in der Gruppe waren.

Die heutigen Kanoniere mit Dienstgrad sind:

General Manfred auch Manne genannt
Oberstleutnant   Bernd
Major  Matthias
Leutnant   Rudi
Leutnant Paul
Hauptfeldwebel /Spieß Jürgen oder Feldi
Fähnrich in Ausbildung Ingo
 
So kann es noch lange weitergehen.